Montag, 28. März 2016

Gruppenreise durch China vor fast 30 Jahren

Im Frühjahr 1987 nahmen meine Frau und ich an einer vierwöchigen Gruppenreise durch China teil. Sie begann in Peking und endete in Hongkong. Es war die Regierungszeit von Deng Xiaoping. Es waren erst wenige Jahre her, seit sich das Land nach außen geöffnet hatte. Das Tianamen-Massaker vom Juni 1989 kam später. Ich veröffentliche hier meinen ungekürzten Reisebericht von 1987. Mein Ziel ist es, den heutigen Reisenden den Wandel zu zeigen. Dieser drückt sich vor allem im Straßenbild aus. Noch dominieren Fahrräder und Einheitskleidung.

Reisebericht von 1987 (mit vielen Bildern) 

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Nachtrag 2016

Auf dem Bahnhof in Guangzhou musste sich Wei, unser chinesischer Reisebegleiter, von uns verabschieden. Hongkong war damals noch Ausland. Beim Durchstöbern meiner Mitbringsel aus China stieß ich dieser Tage auf eine auffallend dicke Postkarte. Auf der Vorderseite ist ein Panda-Bär abgebildet, auf der Rückseite ein handschriftlicher Text.


Abschiedswunsch des Reiseleiters

Diese politische Aussage war offensichtlich im Sinne seines Arbeitgebers, des Ministeriums in Peking. Wer des Chinesischen mächtig ist, kann die in der Übersetzung erscheinende Unklarheit möglicherweise aufklären. Nie hatte Wei während der drei Wochen, in denen wir zusammen waren, zu verstehen gegeben, dass er für Deutschland mehr Sympathie empfindet als für die USA. 

Für seine Frau in Tübingen nahmen wir ein kleines Päckchen mit. Ich vermute, es enthielt grünen Tee. Wir trafen Weis Frau im Tübinger Studentenwohnheim. Sie studierte deutsches Jugendrecht. In China gab es, trotz seiner 3000-jährigen Geschichte, dieses Rechtsgebiet nicht. Bei uns war es immerhin 65 Jahre alt. Es war 1923 eingeführt und seither laufend erweitert worden.

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