Sonntag, 18. November 2018

Technologie und Ökonomie (Essay von Peter Hiemann)

Peter Hiemann macht sich sehr viele Gedanken über technische Systeme und wirtschaftliche Unternehmen. Anhand bekannter Beispiele versucht er dieses Mal den Unterschied klarzumachen zwischen gesellschaftlich nützlichen und daher wünschenswerten Systemen oder Unternehmen einerseits und schädlichen und daher kritisch zu beurteilenden Systemen oder Unternehmen andererseits. BlackRock und Facebook haben es ihm besonders angetan.

Zum ersten Mal für diesen Blog gibt Hiemann eine kurze Beschreibung des Buchungssystems Amadeus. Hiemann war in der Leitung dieses Projekts involviert, was zur Folge hatte, dass er seine beufliche Wirkungssphäre von Süddeutschland nach Südfrankreich verlegte. Es lag daher nahe, dass er für seinen Ruhestand die Ausläufer der Seealpen wählte. Die Stadt Grasse liegt genau zwischen Meer und Bergen, mit allen Attributen einer paradiesischen Landschaft.

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Kommentare:

  1. Klaus Küspert aus St. Leon-Rot schrieb: Wir haben übrigens als Exkursion mit Jenaer Studenten 1998 das START/Amadeus-Rechenzentrum in Erding besucht. War superinteressant.

    Der ganze Komplex war ja unter IBM Generalunternehmerschaft um 1990 gebaut worden. Um die Höchstleistungs- und -verfügbarkeitsanforderungen zu erfüllen, war ein komplett eigenständiger Softwarestack inkl. Datenhaltungs- und Transaktionskomponente entwickelt worden. Das alles wurde der Exkursionsgruppe in sehr guten Fachvorträgen vermittelt.

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  2. Peter Hiemann schrieb: Es tut mir leid, wenn meine Überlegungen zum Thema 'Technologie und Ökonomie' zu einem Missverständnis hinsichtlich des Fachgebiets 'Informatik' Anlass gegeben haben. Vielmehr bin ich erfreut, dass das Fachgebiet 'Informatik' derzeit durch gegenwärtige KI-Forschungen wissenschaftlich aufgewertet wird. Ich bin beeindruckt von den Arbeiten Sebastian Thrun in seinem 'Thrun Labor' an der Stanford University zum Thema 'Deep Learning'. Zitat Thrun: „Als ich in den Neunzigerjahren meine Doktorarbeit schrieb, konnten wir künstliche neuronale Netze mit 100 Neuronen bauen. Nun sind es schon 100 000 Neuronen.“ Thum scheint sich bewusst zu sein, dass derzeitige technische Möglichkeiten noch unendlich weit weg sind von der Power menschlicher Gehirne mit über 85 Milliarden Neuronen. Zukünftige Forschungen mit künstlichen neuronalen Netzen werden sich sicher auf das Fachgebiet 'Informatik' auswirken. Thum ist der Ansicht: „Vielleicht werden wir bald nicht mehr lernen zu programmieren, sondern wie man dem Computer die richtigen Beispiele zeigt.“

    Meine kritische Haltung bezieht sich auf die unerwünschte Nutzung existierender Technologie. Sie bezieht sich auch auf überzogene und falsche Aussagen und Erwartungen hinsichtlich KI (zum Beispiel von Jürgen Schmidhuber und Ray Kurzweil). Vermutlich können KI-Fragen am ehesten im Rahmen systemtheoretischer Ansätze (auf Wechselwirkungen basierende Untersuchungen) beantwortet werden.

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