Ob es im nächsten Jahr weniger oder mehr als eine Million Flüchtlinge
sein werden, die Europas Grenzen und Küsten überrollen, diese Frage verursacht
bei manchen Leuten große Bauchschmerzen. Und warum tut keiner etwas, damit das
aufhört, ist die Frage, die die Verzweifelnden hinterherschicken. Ist es nicht
an der Zeit, die Kanzlerin an ihren Amtseid zu erinnern? Hat sie nicht gelobt, Schaden
vom deutschen Volke abzuwenden? Ich beginne mit zwei längeren Zitaten. Eines
stammt von einem Freund und Kollegen, das andere von einem bekannten
Schriftsteller.
Aufschrei des Logikers
Mein Kollege und Blog-Freund Hartmut Wedekind hat mir in den letzten
Wochen bereits drei oder vier Mal eine seitenlange Klageschrift geschickt, in
der er zum Ausdruck brachte, wie sehr ihn die Entwicklung frustriert. Hier sein
Text von dieser Woche.
Hier auf Erden ist alles endlich und hat
seine Grenzen. Systematische Systembetrachtungen beginnen immer am Anfang mit
dem Herausstellen der Systemgrenzen. Unsystematische Systembetrachtungen legen
einfach drauflos und verlassen sich aufs Beten und auf die Empirie. Der rote
Jochen in Schleswig-Holstein gab vor
Jahren ein Beispiel und der Normalbürger wie ich war empört: „Wir müssen die
Tragfähigkeit des Sozialsystems erproben“.
Wenn der Mathematiker bei der
Grenzwertbildung sagt „ Über alle Grenzen“, dann meint er damit eine
Aufforderung zur Herstellung eines idealen Gegenstandes, der ideal existiert
und nicht real. Eine Handlung, z.B. Erhöhung einer Zahl, kann beliebig
fortgesetzt werden. Mit diesem Grenzwert- Ideal kann man dann mathematisch
operieren. Das nennt man Analysis, die z.B. auch für die Physik grundlegend ist. „Grenzenlos“
oder „Über alle Grenzen“ gibt es also nur als Ideal zu haben auf dieser Welt.
Man kann nun in den Wissenschaften Idealmodelle (Beschreibungen) bilden und
hoffen, dass sie eine Repräsentation des Realen sind.
In Sozialsystemen kann man eine Handlung
(z.B. die Aufnahme eines Flüchtlings) nicht beliebig fortsetzen, um zu einem
Ideal zu gelangen. Wenn man das tut, ist man in der Metaphysik, die insofern
der Physik ähnlich ist. Für Ideale im Sozialen sind Bischöfe zuständig, die
dann, wenn es real wird, von der Bildfläche verschwinden. Das tun Politiker
auch und sagen erstaunt: “Das haben wir uns so nicht vorgestellt!“. Das ist
eben ein gehöriges Maß an Dummheit und Ungebildetheit. Man gewinnt in der
Regierung an Verstand. Schäuble zitierte gestern Abend den alten römischen
Spruch „Ultra posse, nemo obligatur“. Oder „ Wer nicht kann, der soll auch
nicht“. TOLL! Ich bin ganz gerührt. Als
Umkehrung gilt klassisch logisch (nicht konstruktiv):“Wer soll, der kann auch“.
Das ist Immanuel Kant im Originalton als Maxime für Subjekte, nicht für einen
ganze Nation. Denn diese Universalisierung müsste ja erst hergestellt werden.
Unschwer zu erkennen, dass hinter „ Wer
soll, der kann auch“ Frau Merkel steckt
mit ihrem „wir schaffen (können) das, weil wir das sollen“. Ob sie das weiß?
Ich glaube nicht, weil sie eine Gesinnungspolitikerin und keine
Verantwortungspolitikerin ist. Und das ist der Punkt. Sie kann das bloß
Klassisch-Logische „Wer soll, der kann“, als Philosophie des Subjektes von Kant
verstanden, nicht universalisieren. Das würde wie bei Hartz IV eine lange Zeit in Anspruch nehmen. Konstruktiv-logisch ist alles viel präziser. Eine
konstruktiv-logischer Dialog um „Wer nicht kann, der soll auch nicht“ (ultra
posse, nemo obligatur) beginnt mit dem Vordersatz „Wer nicht kann“. Und dann
stellt man fest im Dialog, dass der Satz gar nicht so einfach auf Wahrheit zu
prüfen ist. „Können“ ist so ohne Weiteres nicht wahrheitsdefinit, sagt man. Das
Prüfen von „können“ findet ja z.B. in den Jobcentern nach Hartz-IV mit einem
ungeheuren Aufwand statt. Jeder erkennt sofort, dass eine Merkelsche Umkehrung
(Kontraposition) mit „Du sollst“, den Hartz-IV-Kandidaten nicht übergebügelt
werden kann, weil das sofort in Zwangsarbeit mündet.
Merkel und mit ihr Deutschland ist in
einer Aporie, Ausweglosigkeit, zum ganz großen Teil selbst verschuldet.
Klassische Logik gilt im Gegensatz zur konstruktiven nur eingeschränkt, Frau
Merkel! Ein Satz der klassischen Logik muss eben wahr oder falsch sein
(wahrheitsdefinit). Und das sind viele Sätze nicht. Die tun einem da oben nur
noch leid. Sie dürfen aus massenpsychologischer Sicht noch nicht einmal
Grenzen, die sie kennen müssen, angeben, weil sonst der Run (Stampede) sich verstärkt,
wie beim Gedränge, wenn die letzte Bahn fährt. Das heißt: Die da oben müssen
die Wahrheit verschweigen und entbinden sich selbst von dem Prinzip der
Wahrheitsbindung. Wählbar ist so etwas schon lange nicht mehr. Man kann nur
hoffen, dass sie bald verschwinden. Was die machen, ist nicht erlaubt, nämlich
Wahrheitsdefinitheit einführen, wo keine ist. Und eine Diskussion verweigern
sie, die da oben. Das sind Allüren aus dunkler Zeit in Deutschland.
So schrie es Kollege Wedekind diese Woche aus sich heraus, wie er mir anschließend
eingestand. Nun, im wahren Leben reicht Logik nicht immer aus. Ein Grund ist, dass
Ursache und Wirkung nicht immer klar ersichtlich oder klar getrennt sind. Statt
auch auf die ‚dummen‘ Politiker zu schimpfen, versuche ich weiter unten per
Gedankenexperiment das Knäuel zu entwirren.
Ängste eines Schriftstellers
Im SPIEGEL 41/2015 meldet sich Botho Strauß zu Wort. Es ist der
Schriftsteller, der 1992 nach den fremdenfeindlichen Übergriffen in
Lichtenhagen und Mölln vom ‚anschwellenden Bockgesang‘ schwafelte. Gemeint war
der Theaterchor einer Tragödie. Damals war die Stimmung im Lande meines
Erachtens ähnlich gefährdet wie heute. Es war übrigens das einzige Mal in
meinem Leben, dass ich an einer kilometerlangen nächtlichen Lichterkette
teilnahm, die Lichtenhagen mit dem Stadtzentrum von Rostock verband. Besser zu
verstehen als sein damaliger Essay ist sein jetziger SPIEGEL-Text. Ich zitiere
in freiem Format einige Kostproben:
Er möchte lieber in einem aussterbenden
Volk leben als in einem, ... mit fremden Völkern aufgemischten, ... [und nur
noch deshalb] einem vitalen. ..Die linkskritische Intellektualität findet
Geistesverwandte bei den führenden Ökonomen der Gegenwart ̶ Stiglitz,
Krugman und Piketty. … Als (letzter) Deutscher ist er süchtig nach deutscher
Dichtersprache. ,,, Oft bringt erst eine intolerante Fremdherrschaft (durch
Zugezogene) ein Volk zur Selbstbesinnung. ,,, Man wird heute nicht von
Avantgardisten verdrängt, sondern von Begeisterten des Selbst, d.h. von
Islamisten,… und Netzwerkern. … Unsere politischen Repräsentanten sind
Ungelehrte in jeder Richtung, weil die Parteizugehörigkeit das Wissen
reguliert. … Er ist besorgt, dass die Flutung des Landes mit Fremden eine
Mehrzahl solcher bringt, die ihr Fremdsein bewahren wollen. … Die Pazifisten
sagen: Deutschland wird jeden Tag weniger und das ist gut so. … Der Hass der
Radikalen richtet sich gegen das Vakuumempfinden, das die 'Politik'
hinterlässt.
Diese Thesen haben den Vorteil, dass auch ein Nicht-Literat sie versteht. Ob man sie akzeptiert, ist eine berechtigte Frage. Botho Strauß artikuliert nämlich Befürchtungen, die mich teilweise sehr verwundern. Ich komme mir ihm gegenüber nicht nur wie ein Konservativer sondern auch geradezu als Weltbürger vor.
Gedankenexperiment
Angenommen die europäischen Geheimdienste wären noch besser als die NSA
und erfassten alle Telefonate der Welt, vor allem die in Ländern wie Albanien,
Afghanistan, Eritrea, Irak, Jordanien, Kosovo, Libanon, Mali, Mauretanien, Syrien,
dem Tschad und der Türkei. Dann könnte man feststellen, was die Menschen, die
sich jetzt dort aufhalten, an Reiseplänen haben. Das Dolmetscher- und
Interpretationsproblem löst sich hoffentlich dank Technik. Die Behörden wären
endlich in der Lage, ordentlich und zuverlässig zu planen.
Folgende Maßnahmen könnten für die oben erwähnten Länder in Erwägung
gezogen werden, um die Zahl der Auswanderer zu verringern:
- Abwerfen von Flugblättern oder Überfliegen mit Spruchbändern
- Lautsprecherwagen oder Kleinstflugzeuge mit Lautsprechern
- Einschalten in laufende Radio- oder Fernsehsendungen
- Freiwillige Boten oder Propagandisten (abweisende Missionare)
- Veranstaltungen der deutschen Botschaften und Konsulate
- Haben Sie Abitur (oder Gleichwertiges) oder gute Englischkenntnisse?
- Können Sie sich des Rauchens enthalten, insbesondere in öffentlichen Räumen (z.B. in ehemaligen Schulgebäuden und Turnhallen) und Gaststätten?
- Könnern Sie sich bei Beleidigungen (etwa wegen religiöser Themen) zurückhalten, d.h. sich nicht verprügeln und dabei Mobiliar zerstören?
- Dulden Sie, dass Frauen in der Öffentlichkeit unverschleiert sind und an Diskussionen teilnehmen oder Berufe ihrer Wahl ausüben?
Realistische Möglichkeiten
Was im Vorangegangenen beschrieben wurde, ist ein Idealzustand. Er kann
frühestens in 10 Jahren erreicht werden. Bis dahin werden die Grenzen weiter überrollt.
Anstatt Planungszahlen gibt es nur Ist-Zahlen. Es muss deshalb im Lande eine Selektion
erfolgen, und zwar so schnell und so effektiv wie möglich. Hier scheint gerade
ein Umdenken stattzufinden. Außenzäune oder gar Mauern nur um Deutschland zu
errichten halte ich nicht für opportun. Was die Randstaaten der EU machen
werden, ist abzuwarten. Selbst die Türkei kann kaum dämpfend wirken.
Über die rechtliche Situation der Immigranten muss weiter nachgedacht
werden. Beantragt jemand eine dauernde Aufenthaltsberechtigung oder gar die
deutsche Staatsbürgerschaft sollte er freiwillige soziale Dienstleistungen
erbringen. In Frage kämen Hilfsdienste bei der Stadtverwaltung, Feuerwehr, THW
oder Rotes Kreuz. Von dem Moment der Beantragung des Daueraufenthalts darf man eine
Handwerkerlehre beginnen. Gute Englischkenntnisse entbinden der Pflicht Deutsch
zu lernen.
Der letzte Satz bedeutet, dass wir Englisch quasi als zweite
Amtssprache zulassen. Es ist heute schon für viele Deutsche ein Umweg (oder
eine Zumutung) sich in Deutsch auszudrücken. Das gilt für Ingenieure,
Informatiker, Schauspieler, Rockmusiker, Sänger und Diplomaten. Inzwischen
werden ja schon Fachvorlesungen in Englisch an vielen deutschen Hochschulen
angeboten. Im Gegensatz zu Französisch und Polnisch, den Sprachen unserer
großen Nachbarn, ist Englisch halt die Lingua franca unserer Zeit. Wenn Deutschland
noch eine historische Schuld empfindet, dann wäre dies ebenso eine mögliche
Geste wie einst die Abschaffung der D-Mark. Das Aufgeben der 1:1-Beziehung
zwischen Volk und Sprache mag einige Literaten (wie am Beispiel von Botho
Strauß gezeigt) unglücklich machen. Die Schweiz hat es einige Jahrhunderte ganz
gut verkraftet. Luxemburg wird ebenfalls damit fertig.
Nachtrag vom 27.10.2015
Heute schickte mir Hartmut Wedekind die deutsche und französische Version eines Vortrags, den er 2003 in Paris hielt. Die deutsche Fassung können Sie hier lesen. Es geht um den Beitritt der Türkei zur EU. Nahezu alles, was damals galt, gilt auch heute noch.
Soeben schrieb Peter Hiemann aus Grasse:
AntwortenLöschenBotho Strauß nimmt den derzeitigen Zustrom von Menschen aus anderen Kulturkreisen nach Deutschland zum Anlass, um seine Sorgen zu begründen, dass der deutschen Sprache Gefahr droht, an Bedeutung zu verlieren. Wenn Strauß von Sprache spricht, meint er Dichtersprache. Fragt man sich, an wen er sich mit seinem Text wendet, komme ich zu dem Schluss: In dem Text geht es um ihn selbst….
Strauß lässt nicht erkennen, dass er außer einer deutschen auch eine kosmopolitische Sicht auf die heute global agierende und reagierende Welt, mit all ihrer Vielfalt von Kulturen und sozialen Unterschieden, gelten lässt. Strauß lässt nicht erkennen, dass er seine Aussagen durch wissenschaftlich orientierte Vorstellungen untermauern könnte. Im Folgenden ein paar Kommentare zu den von Ihnen gelisteten Straußschen Aussagen:
Eine aussterbende Spezies bzw. eine aussterbende ethnische Gruppe ist dadurch
gekennzeichnet, dass sie die Fähigkeit verliert, sich zu reproduzieren. Damit verliert sie auch ihre Vitalität. Strauß sitzt mit seiner Zielsetzung auf einem absterbenden Ast der Evolution.
….
Strauß hält den Deutschen das unrealistische Bild einer „kräftigen Minderheit“ vor Augen. Er empfiehlt 'verbliebenen rechten' Deutschen Selbstbesinnung, ohne zu sagen, auf was es lohnt sich zu besinnen. Besinnung auf Dichtersprache? Übrigens hatten viele Deutsche in der jüngsten Geschichte Gelegenheit, sich neu zu orientieren. Viele wollten das, andere mussten das akzeptieren.
Strauß scheint 'musisch Geartete' für 'avantgardistische Nachfolger' einer 'fortschrittlichen' wünschenswerten Gesellschaft zu halten. Vielleicht erlebt Strauß wünschenswerte gesellschaftliche Zustände in der Abgeschiedenheit der Uckermark.
Strauß ist überzeugt, dass Gelehrte (Korangelehrte?) theokratisch orientierter Gesellschaftssysteme geeigneter sind als Repräsentanten demokratisch orientierter Gesellschaftssysteme, wenn es darauf ankommt, „den Massen Weisung zu geben“. Strauß unterliegt einer Fehleinschätzung, wenn er nicht zwischen Wissensinhalten und propagandistischer Information unterscheidet. In demokratisch orientierten Gesellschaften ist Wissen nicht regulierbar.
…
Strauß behauptet, dass Pazifisten zwar die Freiheit lieben aber nicht bereit sind für den „Freiheitskampf zu unseren viel beschworenen Werten“. Betrachtet Strauß seinen Text als Beitrag zu einem rechten Freiheitskampf?
Straußs Einschätzung der Realität berücksichtigt nicht, dass Radikale politische Ziele verfolgen. Man könnte fast annehmen, dass auch Strauß trotz aller „Flutung des Landes mit Fremden“ „auf ein wiedererstarktes, neu entstehendes Geheimes Deutschland“ hofft.
Ich denke, man könnte Botho Straußs Glosse „Der letzte Deutsche“ getrost vergessen, wenn die Flüchtlingssituationen nicht so ernst wären. Die Bilder der Millionen Flüchtlinge, die ihre Heimat aus unterschiedlichen Gründen verlassen, werden uns noch lange Zeit beschäftigen. Strauß hat all denen einen 'Bärendienst' erwiesen, die sich in der gegenwärtigen Situation ganz pragmatisch verhalten, und Flüchtlingen so gut als möglich helfen. Strauß‘ Argumente werden vermutlich von Anhängern rechtsorientierten Gedankengutes dankend aufgenommen. Da nützt es nicht, dass Strauß den „Irrtum der Rechten [bedauert]: als gäbe es noch Deutsche und Deutsches außerhalb der oberflächlichen sozialen Bestimmungen“.
Ich bin außer Stande einzuschätzen, wie einheimische Bevölkerungen und kommunale Behörden, nicht nur in Deutschland, die Flüchtlingsströme verkraften werden. Das hängt auch davon ab, ob und wieweit global agierende Eliten mit anderen vielfältigen Problemsituationen in vielen Regionen der Welt zurechtkommen werden oder ihnen nicht gewachsen sind.
Im gestrigen TV-Interview mit Anne Will wurde Angela Merkel mit dem Dilemma konfrontiert, in dem sich ihre Wählerschaft bzw. die deutsche öffentliche Meinung befindet. Einerseits wurde sie gefragt, was sie zu tun gedächte, um den Flüchtlingsstrom zu stoppen. Andererseits wurde sie gefragt, ob es nicht einer Aufopferung unserer westlichen Werte gleichkäme, wenn sie eine Abschottung anstrebe. Wie sie nur auf die Idee kommen könnte, mit Erdogan und Assad zu reden.
AntwortenLöschenGestern schrieb Robert Ottohall aus Tübingen:
AntwortenLöschenDas mit dem Rauchen und Bart abrasieren, bei den fiktiven Fragen, ist exemplarisch und nicht ganz ernst gemeint ? ;-) Die Fragen sind außerdem nutzlos. Wenn einer zum Beispiel weiß, dass in USA Kommunisten und Katholiken unerwünscht sind wird
er nicht auf Fragen, die das klären wollen, mit nein antworten.
Englisch ist, in Deutschland/Welt, de facto die Lingua Franca, deswegen wäre die Einführung von Englisch als Amtssprache nicht nötig. Deutschkenntnisse für Immigranten zu fordern halte ich für sinnvoll; zumindest für die, die den deutschen Pass wollen. Jeder, der in einem fremden Land leben will, sollte sich einigermaßen integrieren und dazu gehört das lernen der Sprache. Mit ein paar Brocken Englisch ist man eher als Tourist akzeptabel, nicht aber als wahlberechtigter Mitbürger.
Man muss den Kandidaten die permanente Aufenthaltsgenehmigung oder die Staatsbürgerschaft nicht nachwerfen. Etwas sollten sie auch selbst tun.
Ja, meine Fragen sind nur als Beispiele zu verstehen..
LöschenIm SPIEGEL 42/2015 antwortet Nils Minkmar auf Botho Strauß. Er lobt uns jetzige Deutsche so sehr, dass einem deshalb fast bange werden kann. Trotzdem stimme ich ihm weitgehend zu.
AntwortenLöschenClemens Binninger, CDU-MdB aus Böblingen, teilt nicht die Meinung von Angela Merkel, dass man die Flüchtlingsströme an Deutschlands Grenzen kaum aufhalten kann. Man kann sie kontrollieren und zurückweisen, meint er (laut SPIEGEL 43/2015). Da er seine Berufslaufbahn als Polizist begann, hat sein Wort Gewicht. Die Probleme, mit denen die Guardia Civil in Ceuta und Melilla zu kämpfen hat, scheinen ihn nicht zu beeindrucken.
AntwortenLöschenSoeben schrieb Hartmut Wedekind aus Darmstadt:
AntwortenLöschenWenn die da bei Jauch wie gestern wieder über Werte faseln (ich glaube fast, die meinen Werte in €), bekomme ich einen dicken Hals und gehe umgehend ins Bett. Die bräuchten doch bloß zu sagen: "wir meinen die Errungenschaften der Aufklärung: Freiheit, Gleichheit (vor dem Gesetz, das nicht gebrochen werden darf, was wir gerade tun) und Brüderlichkeit (damit meinen wir auch Barmherzigkeit). Das Wertegeschwätz ist entbehrlich.
Des Weiteren gelten die "human rights", die auch solche Staaten wie Saudi Arabien unterschrieben haben. Daran erkennt man, das die islamischen Staaten überhaupt nicht kapiert haben, was "Enlightment" bedeutet. Denen im Islam ist noch kein Licht aufgegangen. Deshalb brauchen wir eine Edukation (keine Integration), die wir für diese Massen nicht leisten können. Das schaffen wir nicht!!
Integration klingt wie Egon Bahr "Wandlung durch Annäherung", das hieß doch damals, wir sollten alle ein bisschen kommunistisch werden. Nein Danke. Und islamistisch: Auch nein Danke. Der große Islam (die Lehrer u.a. von Thomas von Aquin) ist vor 800 Jahren ruckartig stehen geblieben und blieb dann ohne Entwicklung. Ein Phänomen, das mal genauer untersucht werden sollte. Es wurde nur noch Koran gebimst. Man denke nur an den großen aristotelischen Averroes, so um 1200 nach, der verbannt wurde, und Al Kwirismi (daher kommt das Wort "Algorithmus"). Alles das kam in der pathetischen Rede in der Paulskirche letzten Sonntag, die schlecht war, nicht vor. Die FAZ, die keine Ahnung hat, jubelte.