Dienstag, 21. Juni 2011

Unternehmer und Erfinder aus der Informatik (Teil I)

In einem früheren Beitrag hatte ich meine Sorge darüber ausgedrückt, dass es in Deutschland möglicherweise an Vorbildern mangle, die junge Menschen dazu anregen könnten, eine Karriere als Informatikerin oder Informatiker anzustreben. Nach einigem Nachdenken fiel mir dann doch eine ganze Reihe von Namen ein, die man in Betracht ziehen sollte. Ich gebe sie im Folgenden wieder. Es sind allerdings weder Frauen noch Leute unter 30 Jahren dabei.

Andreas von Bechtolsheim (1955- ) Elektrotechniker (der TU München, mit Schwerpunkt Datenverarbeitung); ging 1975 als Fulbright-Stipendiat an die Carnegie-Mellon University in Pittsburg.PA; erwarb MS in Computer Science: Gründete 1982 die Firma Sun Microsystems in Kalifornien, zusammen mit Bill Joy und Scott McNealy. War einer der ersten Investoren in StarOffice und Google.

Gerd Binnig (1947- ) promovierter Physiker Uni Frankfurt; als Mitarbeiter des Forschungslabors Zürich der IBM entwickelte er mit Heinrich Rohrer zusammen 1981 das Rastertunnelmikroskop. Im Jahr 1986 erhielten Binnig und Rohrer zusammen mit Ernst Ruska den Nobelpreis für Physik. Binnig entwickelte anschließend das Rasterkraftmikroskop. Im Jahr 1994 gründete er die Firma Delphi2 Creative Technologies GmbH, die später umbenannt wurde in Definiens GmbH, heute Definiens AG mit Sitz in München. Aus ihr ging die Definiens Imaging GmbH hervor, die mit der Software eCognition Erfolge im Bereich objektbasierter Bildklassifikation vorweist.

Karlheinz Brandenburg (1954- ) promovierter Elektrotechniker Uni Erlangen; entwickelte um 1986 das MP3-Dateiformat zur Audiodatenkompression, zusammen mit andern Wissenschaftlern des Fraunhofer-Instituts Erlangen. Er ist außerdem für seine grundlegenden Arbeiten im Bereich der Audiocodierung, der Wahrnehmungsmessung, der Wellenfeldsynthese und der Psychoakustik bekannt. Bekleidet seit dem Jahre 2000 den Lehrstuhl für Elektronische Medientechnik an der Technischen Universität Ilmenau.

Ernst Denert (1942- ) promovierter Informatiker TU Berlin; war von 1976-1982 bei der Firma Softlab in München als Projekt- und Abteilungsleiter tätig; gründete 1982 zusammen mit Ulf Maiborn die Firma sd&m AG in München, und war bis 2001 deren Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender. Nach Veräußerung der Firma an Cap Gemini engagierte er sich bis Ende 2009 bei der IVU Traffic Technologies AG, Berlin, als Vorstandsvorsitzender. Seit 1989 vergibt die Ernst Denert-Stiftung jährlich den Software-Engineering-Preis. Seit 1991 ist Denert Honorarprofessor an der TU München. Er war von 1996-1997 Vizepräsident der GI, ein Amt, das er zurzeit wieder ausübt.

Peter Dietz (1933- ) Physiker RWTH Aachen, an Uni Dortmund in Informatik promoviert; war von 1968 bis 1983 geschäftsführender Gesellschafter der Dietz Computer-Systeme in Mülheim an der Ruhr. Entwickelte, fertigte und vertrieb erfolgreich Computer und computergestützte Systeme für die Prozessdaten-Verarbeitung und die mittlere Datentechnik. Von 1975 bis 1980 Mitbegründer und zeitweiliger Vorsitzender einer deutschen und einer europäischen Vereinigung kleiner und mittler IT-Unternehmen. Heute Geschäftsführer des Wagniskapitalgebers TakeOff VC Fund, der primär in IT-Startups investiert. Sein Buch Aufbruchsjahre‘ (Bonn 1995) beschreibt das „Goldene Zeitalter der deutschen Computerindustrie“.

Ralph Dommermuth (1963- ) Bankkaufmann; Gründer und Vorstandsvorsitzender der United Internet AG mit Sitz in Montabaur. Startete 1996 den Internet-Service-Provider 1&1. Betreibt unter anderem die E-Mail-Dienste von WEB.DE und GMX, welche über Online-Werbung finanziert werden. Hat weltweit 26 Mio. Kunden und 4.500 Mitarbeiter.

Christof Ebert (1964- ) promovierter Informatiker Uni Stuttgart; arbeitete seit 1994 bei Alcatel-Lucent, zuerst in Stuttgart, ab 1996 in Antwerpen und ab 2001 in Paris. Als Direktor im Bereich der Produktentwicklung hatte er die konzernweite Verantwortung für Softwareplattformen, Entwicklungsprozesse und -werkzeuge. Für seine Ergebnisse in Produktivitätsverbesserung, Product Lifecycle Management und CMMI wurde er zum Mitglied der Alcatel Technical Academy ernannt. Seit 2006 ist er Geschäftsführer und Partner der Consulting-Firma Vector Informatik in Stuttgart. Ebert hat einen Lehrauftrag an der Universität Stuttgart, referiert häufig für die Deutsche Informatik-Akademie und verfasste verschiedene Fachbücher sowie über 150 wissenschaftliche Publikationen. Er ist einer der Herausgeber von IEEE Software.

Karl Ganzhorn (1921- ) promovierter Physiker Uni Stuttgart; gründete 1958 das Entwicklungslabor der IBM in Böblingen und leitete ab 1964 eine Gruppe europäischer Labors der IBM. Von 1973 bis 1975 war er Direktor für Wissenschaft und Technologie der IBM Europa. Danach war er von 1975 bis 1978 Vizepräsident für Telekommunikationssysteme der Systems Communications Division der IBM Corporation. Er war 1970/71 Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Von 1978 bis 1987 gehörte er dem deutschen Wissenschaftsrat an. Seit dem Jahre 1986 ist er im Ruhestand. [Angegebener Link verweist auf ausführliche Würdigung in diesem Blog]

Peter Grünberg (1939- ) promovierter Physiker am Forschungszentrum Jülich; erhielt Physik-Nobelpreis 2007 für die Entdeckung des Riesenmagnetwiderstands (GMR-Effekt). Das 1988 von ihm patentierte Verfahren wird seit Mitte der 90er-Jahre in allen gängigen Festplatten genutzt und brachte den Durchbruch zu Giga-Byte-Festplatten. 

Heinz Gumin (1928-2008) promovierter Mathematiker Uni Münster; leitete ab 1966 den Geschäftsbereich Datenverarbeitung der Siemens AG und war von 1969 bis 2002 Vorstandsmitglied. War von 1973-1977 Präsident der Gesellschaft für Informatik (GI). [Angegebener Link verweist auf ausführliche Würdigung in diesem Blog]

Hans-Olaf Henkel (1940- ) Betriebswirt FH Hamburg. Seit 1962 war er bei der IBM Deutschland in verschiedenen Managementfunktionen tätig, 1987 wurde er dort zum Vorsitzenden der Geschäftsführung berufen. Von Mitte 1993 bis Ende 1994 war er Chef der IBM Europa, Mittlerer Osten und Afrika mit Dienstsitz in Paris. Von 1995 bis 2000 war er (im Ehrenamt) Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und wurde durch seine Direktheit und kontroversen Standpunkte bekannt. Er war ständiger Gast bei vielen Talk Shows im Fernsehen. Von 2001 bis 2005 war Henkel Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, einem Zusammen­schluss außeruniversitärer Forschungseinrichtungen. Henkel ist Autor einer Vielzahl von Büchern zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen.

Dietmar Hopp (1940- ) Nachrichtentechniker Uni Karlsruhe. War seit 1966 bei der IBM Deutschland tätig. Arbeitete zunächst als Software-Entwickler im Labor Böblingen. Von 1968 bis 1972 war er in der Mannheimer Niederlassung als Systemberater tätig. Gründete 1972, zusammen mit Hasso Plattner, Klaus Tschira und anderen, das Softwareunternehmen Systemanalyse und Programmentwicklung, mit Sitz in Walldorf, aus dem 1988 die SAP AG wurde, deren Vorstandsvorsitzender er von 1988 bis 1998 war. Danach war er bis 2003 Vorsitzender des Aufsichtsrats und bis Mai 2005 dort einfaches Mitglied. Hopp hielt 2006 immer noch einen signifikanten Anteil der Aktien von SAP und gilt als einer der reichsten Deutschen. Sein Vermögen wird vom Forbes-Magazin auf mehr als 4 Milliarden Euro geschätzt. Durch seine Stiftungen und sein Mäzenatentum vor allem im Sportbereich ist er inzwischen öffentlich sehr bekannt.

Kristof Klöckner (1956- ) promovierter Mathematiker Uni Frankfurt; begann seine Berufskarriere 1984 im IBM-Labor Böblingen. Sein erstes Arbeitsgebiet war die Systemleistungs­analyse. Später war er Leiter des Programmentwicklungszentrums Sindelfingen sowie des englischen Labors in Hursley. Als Vizepräsident der IBM Corporation war er mehrere Jahre lang verantwortlich für das Cloud Computing der IBM. Zurzeit ist er General Manager der Rational Software Division mit Sitz in Somers, NY. Klöckner ist Honorar­professor der Universität Stuttgart, wo er im Wintersemester 2010 zum Thema ‚Cloud Computing and Service Management’ gelesen hat. [Der erste angegebene Link verweist auf ein Interview in diesem Blog]

Klaus Neugebauer (193x- ) promovierter Betriebswirt, gründete 1971, zusammen mit Gerhard Heldmann und Peter Schnupp, in München die Firma Softlab. Sie wurde in den 1970er Jahren eine der bekanntesten deutschen Software-Firmen. Den ersten Produkterfolg gab es mit der Entwicklungsumgebung Pet/Maestro. Softlab erreichte 1978 einen Umsatz von 16,5 Mio. DM bei etwa 200 Mitarbeitern. Von 1992 bis 2008 war der Automobilbauer BMW Alleingesellschafter. Nachdem zwischendurch der Name Softlab in Cirquent geändert worden war, hat die BMW AG den größten Teil ihrer Anteile inzwischen an die japanische Firma NTT Data veräußert.

Heinz Nixdorf (1925-1986) Studium der Physik abgebrochen. Gründete 1952 mit 27 Jahren in Paderborn seine erste Computerfirma, die er später als Nixdorf AG zu einem internationalen und weltweit tätigen Elektronikkonzern mit knapp vier Mrd. D-Mark Umsatz (1986) ausbaute. Seine Kleinrechner stießen in eine Marktlücke vor und konnten sich gegen die Großrechner der Konkurrenz behaupten. Nixdorf wurde in den 1970ern Marktführer in Deutschland im Bereich der Mittleren Datentechnik und viertgrößter Computerhersteller in Europa mit Produktionsstätten in Deutschland, Irland, Spanien, USA und Singapur. Er beschäftigte in seinem Todesjahr 23.300 Mitarbeiter in 44 Ländern.

Hasso Plattner (1944- ) Nachrichtentechniker Uni Karlsruhe. War von 1968–1972 als Systemberater bei der IBM in Mannheim tätig. Gründete 1972, zusammen mit vier Kollegen die Firma SAP, in der er 1979 die Gesamtverantwortung für den Bereich Technik übernahm. Später war Plattner gleichberechtigter Vorstandssprecher der SAP AG neben Dietmar Hopp. Plattner leitete unter anderem das Forschungs- und Entwicklungszentrum der SAP im kalifornischen Palo Alto, das 1998 gegründet wurde. Außerdem nahm er einen Lehrauftrag im Fachbereich Wirtschafts­wissenschaften der Universität Saarbrücken wahr. Als Hopp in den Aufsichtsrat wechselte übernahm der Physiker Henning Kagermann dessen Position im Vorstand. Seit 2003 ist Plattner Aufsichtsratsvorsitzender der SAP AG. Plattner besitzt laut Forbes-Magazin ein geschätztes Vermögen von 6,9 Milliarden US-Dollar. Seit seinem Rückzug aus dem Tagesgeschäft der SAP engagiert sich Plattner als Mäzen. Er gilt als einer der bedeutendsten privaten Wissenschaftsförderer in Deutschland. Im Jahre 1998 gründete er das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik an der Universität Potsdam. Anfang Oktober 2005 richtete Plattner mit der Stanford University das „Hasso Plattner Institute of Design“ ein.

Klaus Christian Plönske (1936- ) gründete 1969 das EDV Studio Ploenzke. Wurde 1992 in eine Aktiengesellschaft, die Ploenzke AG, umgewandelt. Das Unternehmen entwickelte sich zu einem der führenden IT-Beratungsunternehmen im deutschsprachigen Raum mit Niederlassungen in Spanien und Portugal. Von 1995 bis 1999 verkaufte Plönzke sein Unternehmen sukzessive an die amerikanische Computer Sciences Corporation (CSC) und gab anschließend den Vorstandsvorsitz der CSC Ploenzke AG ab.

Horst Remus (1928-2007) Mathematiker Uni Hamburg; baute ab 1960 die Software-Gruppe im IBM Labor Böblingen auf. Ging 1965 nach Nizza und 1970 in die USA. Leitete zuerst das IBM Software-Center in Raleigh, NC, später einen Bereich des Software-Centers in Santa Teresa, CA. [Angegebener Link verweist auf ausführliche Würdigung in diesem Blog].

Stephan Schambach (1970- ) Gründete 1992 die Firma Intershop in Jena; bot als eine der ersten Software für Internet-Handel an; ging an die Börse; erreichte sagenhafte Kurswerte; gründete Niederlassung in den USA; Aktienkurs stürzte nach der Internet-Blase ab; entging nur knapp dem Konkurs; Firma überlebte als Dienstleister. Schambach stieg 2003 aus der Firma Intershop aus. Lebt heute in Boston, MA.

August Wilhelm Scheer (1941- ) wurde 1972 an der Universität Hamburg in BWL promoviert und habilitierte sich 1974, ebenfalls in Hamburg, mit einer Arbeit zum Thema Projektsteuerung. Er übernahm 1975 den Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik an der Universität des Saarlandes. Er gründete 1984 als Spin-off seines Instituts die IDS Scheer AG und 1996 die IMC AG. Er ist Hauptgesellschafter und Aufsichtsrats­vorsitzender beider Gesellschaften. Er schuf die wissenschaftliche Grundlage für das ARIS-Konzept. Das darauf basierende ARIS-Toolset wird von IDS Scheer entwickelt und vertrieben. Die Firma IDS Scheer ist seit 2010 in der Software AG aufgegangen. Scheer war mehrfach Mitglied des Aufsichtsrats der SAP AG. Von 2007 bis 2011 war er Präsident des Bundesverbandes Bitkom. Seit 2005 ist er Fellow der Gesellschaft für Informatik. Außerdem ist er versierter Saxophonist.

Peter Schnell (1938- ) promovierter Mathematiker TU Darmstadt; ist einer von insgesamt sechs Gründern der aus dem AIV (Institut für angewandte Informationsverarbeitung) hervorgegangenen Software AG in Darmstadt und war viele Jahre deren Vorstandsvorsitzender. Schnell hat das Datenbank-Management-System Adabas (Adaptable Database System) konzipiert und entwickelt. Adabas kam vor allem bei Großrechnern der IBM und der Siemens AG zum Einsatz. Als er 1996 aus dem Vorstand der Software AG ausschied, umfasste die Software AG 28 Tochterunternehmen in 80 Ländern. Beschäftigt wurden über 3.300 Mitarbeiter/innen. Die Umsatzerlöse betrugen damals ca. DM 800 Millionen. Adabas wird inzwischen auch auf den Betriebssystem-Plattformen VMS von DEC und verschiedenen Unix-Systemen, Linux sowie Windows eingesetzt. Peter Schnell ist Stifter der Software AG Stiftung, eine der größten privaten Stiftungen in Deutschland mit Sitz in Darmstadt. Er ist Anthro­posoph und die Stiftung fördert auch viele Projekte aus dem Umfeld der Anthroposophie, so die Universität Witten-Herdecke und die Alanus Hochschule in Bonn.

Peter Schnupp (193x- ) promovierter Physiker. Mitbegründer der Firma Softlab in München. Gründete 1984 die Firma InterFace AG, ebenfalls in München. Das Unternehmen machte sich einen Namen im Bereich Software-Entwicklung, Beratung und Schulung, besonders in Unix-Markt. Zurzeit ist Schnupp freier Unternehmensberater in Hoyerswerda.

Heinz Schwärtzel (1936- ) promovierte in Mathematik an der Uni Linz; wurde 1961 Mitarbeiter im Zentrallabor der Siemens AG in München, später wurde er Vizepräsident Forschung und Entwicklung und Leiter der zentralen Forschungslaboratorien der Siemens AG (ZFE, ZT) in München-Neuperlach. Schwärtzel ist Mitbegründer und Vorstand von FAST München, einem Forschungsinstitut für Angewandte Softwaretechnologie. FAST ging inzwischen in der Cirquent-Softlab-Gruppe auf. Schwärtzel  ist Honorarprofessor der TU München sowie der Johannes Kepler Universität Linz. Von 1987 bis 1991 war er Präsident der Gesellschaft für Informatik. Auf seine Initiative hin wurde das Internationale Begegnungs- und Forschungszentrum für Informatik (IBFI) in Schloss Dagstuhl bei Wadern/Saarland eingerichtet (jetzt Leibniz-Zentrum für Informatik).

Klaus Tschira (1940- ) Physiker Uni Karlsruhe. Er war von 1966 bis 1972 als Systemberater bei der IBM in Mannheim tätig. Im Jahre 1972 gründete er zusammen  mit Dietmar Hopp und Hasso Plattner und anderen die spätere SAP. Tschira galt in der Firma als der Experte für Mainframe-Betriebssysteme. Er war lange Jahre Mitglied des Vorstands und von 1998 bis 2007 Mitglied des SAP-Aufsichtsrats. Als Mäzen betreibt er das Europäische Medienlabor in Heidelberg und unterstützt Firmengründer. 

Konrad Zuse (1910-1995) Bauingenieur; im Jahre 1941 baute er den ersten vollautomatischen, programmgesteuerten und frei programmierbaren Rechner der Welt; mit binärer Gleitkommarechnung. Gründete 1949 die Firma Zuse KG, die den Rechner Z22 und den Graphomaten Z64 vor allem an Hochschulen und Behörden vertrieb. Im Jahre 1964 stieg er aus der Firma aus. War nebenher als Maler aktiv.

Die hier wiedergegebenen Informationen beruhen ausschließlich auf öffentlich zugänglichen Quellen, meist aus dem Internet, nicht selten aus Wikipedia. Ich gehe davon aus, dass diese Liste von 25 Namen noch sehr unvollständig ist. Deshalb nehme ich gerne Vorschläge entgegen, die ich dann hinzufügen würde. Außerdem habe ich bereits einige Namen in peto, bei denen ich allerdings noch zuerst die Daten zusammen­tragen muss. Sollte ich in nächster Zeit hinreichend Material haben, wird es einen Teil II der Liste geben. Versprechen kann ich es noch nicht.

Wie zu erwarten, handelt es sich bei den meisten der oben genannten Kollegen um Quereinsteiger, typischerweise Elektrotechniker, Mathematiker oder Physiker. Die Art von Leistungen, wie sie von diesen Kollegen erbracht wurden, will die GI mit dem wiederbelebten Innovations- und Entrepreneurpreis auszeichnen. Auf der Liste bekannter Informatiker, wie sie die Universität Leeds in England veröffentlicht (siehe S. 109 im Endres/Gunzenhäuser-Buch), erscheint bis jetzt nur Konrad Zuse. Etwa ein Dutzend deutsche Kollegen schafften es bisher auf die Honor Roll der IT History Society. Kinofilme über die Lebensleistung einzelner gibt es in Deutschland noch nicht. Was nicht ist, kann vielleicht noch werden.

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