Mittwoch, 23. Februar 2011

Der erste Monat dieses Blogs – statistisch gesehen

Es gehört zu den großer Vorteilen eines Blogs, dass man sehr zeitnah Feedback bekommt. Das bezieht sich einerseits auf Kommentare, andererseits auf statistische Daten. Man erhält Information darüber, welche Seite an welchem Tag wie oft angeklickt wurde, und zwar von welchem Knoten des Netzes aus. Die große Einschränkung kommt sofort: Wenn man weiß, wer angeklickt hat, weiß man noch nicht, ob der oder die Betreffende die Seite auch gelesen hat. Es kann sogar sein, dass nicht einmal ein Mensch involviert war, sondern nur ein Programm. Solche Programme heißen Netzkriecher (engl. net crawler) oder Web-Roboter (Abk. webbots). In dieser Hinsicht sind Blogger aber kaum schlechter dran als Zeitungsverleger oder Buchverlage. Nicht alle Leute, die eine Zeitung oder ein Buch kaufen, kann man als Leser ansehen.

Einen Monat nach dem ersten Erscheinen dieses Blogs sieht meine Zugriffstatistik so aus, wie in der mittleren Spalte der folgenden Tabelle angegeben. Zum Vergleich sind die Seitenaufrufe des am gleichen Tage (dem 23.1.2010) gestarteten Blogs zu dem Buch ‚Schuld sind die Computer!‘ angegeben. Wenn ich es richtig gemacht habe, sind meine eigenen Seitenaufrufe nicht mitgezählt worden.

 
Zunächst war ich überrascht über den hohen Anteil von Besuchern aus dem nicht-deutschsprachigen Ausland. Beide Blogs sind nämlich in Deutsch. Auffallend ist das Interesse in Singapur. Dass die Besuche bei Bertals Blog mehr als doppelt so häufig sind wie beim SsdC-Blog, mag daran liegen, dass es wesentlich mehr Einträge gab und dass die Themen viel weiter gestreut sind.

Von welchen Web-Adressen die Besucher kommen, habe ich mir auch angesehen. Nur werde ich noch nicht ganz klug daraus. Es dominieren offensichtlich einige Datenkraken oder Sammelwerkzeuge. Ich nehme an, dass einige der anvisierten Kolleginnen und Kollegen dahinter versteckt sind.

Was den zeitlichen Verlauf betrifft, gab es Aufs und Abs. Der Schnitt lag etwa bei 30 Besuchern pro Tag. In der Reihenfolge des Interesses führt zurzeit das Thema ‚Wikileaks‘ (6.2.) vor ‚Cebit-Besuch‘ (25.1) und ‚Querdenker‘ (24.1). Ich schätze, dass ‚Forschung‘ (18.2) und ‚Bachelor-Master (19.2.) sich alsbald nach vorne schieben werden. Da der Blog in die Google-Welt gestellt wurde, ist es auch sehr leicht die Einträge zu ‚ergoogeln‘. Mehrere meiner Einträge erreichen sogar Spitzenplätze im Ranking, vor allem dann, wenn man nach den besonders einprägsamen Titeln sucht, wie ‚Dreischichten-Informatik‘, ‚Heusers Heinz‘ oder ‚Galileo und Theseus‘. Aber selbst bei ‚Youtube-Tipps Informatik‘ oder ‚Senioren und Informatik‘ liege ich auf der ersten Seite.

Die Anzahl der Kommentare hält sich sehr im Rahmen. Es gab bisher insgesamt 8 Kommentare zu 25 Einträgen (oder weniger als einen für jeden dritten Eintrag), wobei ich zugebe, dass ich hin und wieder dem Schreiber zuerst Mut machen musste. Hier besteht noch großes Steigerungs­potenzial. Beim Zusammentreffen mit Kollegen bekam ich allerdings den Eindruck, dass es auch hier so etwas wie eine ’schweigende Mehrheit‘ gibt. Immer wieder gestand jemand, dass er mein ‚Zeug‘ liest. Es sind zwar nur Einzelne, aber es sind alles Leute, auf die es mir ankommt. An die Zahlen des von mir beschriebenen Blogs der IT-Gipfel werde ich nie herankommen. Er spricht ja auch für die ganze IKT-Branche in Deutschland und die Bundesregierung.

Nicht verhehlen möchte ich, dass es auch bereits einen Spam-Versuch gab. Ein Kommentator, der sich nach dem Anführer der derzeit am meisten gefürchteten Terrororganisation benannte, machte einige unflätige Bemerkungen. Ich konnte den Eintrag ohne weiteres löschen.

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